Bündnis Verkehrswende jetzt

Anwohner vom Individualverkehr entlasten

Reduzierung des motorisierten Verkehrs

Würzburg und der gesamte Landkreis sind mit der gegenwärtigen Führung der Verkehrsströme überfordert. Deshalb darf sich die Verkehrspolitik nicht auf die Stadt Würzburg selbst beschränken, sondern muss das Umland in einem Gesamtkonzept mit einbeziehen. Wir brauchen dringend eine Verkehrswende, die zu einer flächenhaften Verkehrsberuhigung und dem Ausbau umweltverträglicher Mobilitätsformen führt.

Der Stadtring-Süd und der Stadtring-Nord gehören zu den am meisten mit Schadstoffen und Lärm belasteten Verkehrstrassen in Bayern, obwohl Würzburg von einem Netz leistungsfähiger Autobahnen umgeben ist. Wegen einer Streckenverkürzung von ca. 15 Kilometern gegenüber der Autobahn werden diese beiden großen innerstädtischen Trassen oft als reine Durchfahrtsstrecken missbraucht.

Gestützt auf empirische Daten bestätigen alle wissenschaftlichen Untersuchungen, dass Feinstaub und die Gemische in Dieselabgasen die Gesundheit der Menschen nachhaltig gefährden; Wissenschaftler fordern deshalb eine drastische Senkung der Grenzwerte. Auf Würzburgs Stadtring ist die Lage in dieser Hinsicht bedenklich: Die Grenzwerte für Stickoxide wurden am Stadtring-Süd von 2006 bis 2016 regelmäßig überschritten. Die Tagesmittelwerte für PM10 sind im Schnitt höher als vor zehn Jahren. Die noch gefährlicheren Feinstäube PM 2.5 werden nicht gemessen. Im Bereich des Stadtring-Nord und im zentralen Stadtgebiet sind die Verkehrsverhältnisse und Schadstoffemissionen noch alarmierender.

Die aktuellen Fahrverbote für Lkws auf dem Stadtring-Süd und Stadtring-Nord haben sich aufgrund der Ausnahmetatbestände als völlig unwirksam erwiesen. Seit Jahren fordern Bürgerinitiativen aus dem städtischen Bereich und dem Umland deshalb Maßnahmen.

Unsere wesentlichen Forderungen:

  • Fahrverbot für Lkws > 3,5 t mit Ausnahme des Be- und Entladens im Stadtgebiet Würzburg
  • Planung einer Umweltzone, die den Stadtring-Süd einbezieht
  • Fahrverbot für Lkws > 3,5 t von 22 Uhr bis 5 Uhr auf dem Stadtring Süd und Nord, der B8 und B27
  • Aufwertung von Greinberg-Knoten/Europastern zu einer Mobilitätsdrehscheibe. Kein Autoknoten, sondern Gleichberechtigung aller Verkehrsträger
  • Aufstellung stationärer Geschwindigkeitsmessstellen an allen neuralgischen Verkehrspunkten
  • Entschleunigung des Verkehrs auf den Einfallstraßen
  • schlüssiges P&R-Konzept bei gleichzeitigem Rückbau innerstädtischer oberirdischer Parkplätze
  • generelles Durchfahrtsverbot für Lkws > 3,5 t auf der B 19 im nördlichen Landkreis mit dem Zusatzschild „Lieferverkehr frei“