Bündnis Verkehrswende jetzt

180-Grad-Wende zu einem attraktiven ÖPNV

Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs

Attraktiver ÖPNV muss aus Sicht der Menschen komfortabel, zuverlässig, unkompliziert und preiswert sein. Nur dann wird er auch intensiv genutzt. Das zeigen Erfahrungen aus anderen Städten, aber auch aus Würzburg. Besonders die Straßenbahn schafft es, die Menschen zum freiwilligen Verzicht auf den Pkw zu bewegen: Wo in Würzburg Straßenbahnen –würzburgerisch „Straba“ – verkehren, wird heute schon für 45 bis 55 Prozent aller Fahrten der ÖPNV genutzt. Wo Busse fahren, sind es im Schnitt nur 10 bis 15 Prozent.

Warum ist die Straba so beliebt? Es gibt viel Platz für Rollstühle, Fahrräder, Rollatoren, Kinderwagen, E-Scooter und Gepäck. Die Straba fährt erschütterungsarm, ruhig, besonders auf Rasengleis auch sehr leise. Apropos Rasengleis: der Fahrweg als Naturraum – das kann keine andere Fortbewegungsart bieten! Elektromobilität ist mit der Straba einfach machbar und seit 120 Jahren gelebter Alltag. Und: die Würzburger Strabas fahren schon heute zu 100 Prozent mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen, also vollständig klimaneutral.


Unsere Forderungen und Ziele für den ÖPNV

Mit dem Bau der Linie 6 durch das Frauenland zur Uni und zum Stadtteil Hubland kann es gelingen, täglich 20.000 Autofahrten im Stadtgebiet einzusparen. Noch einmal so viele Autofahrten reduziert das zweite wichtige Projekt, eine Straba in den Würzburger Norden (Lindleinsmühle, Lengfeld, Versbach).

An der Juliuspromenade soll eine „Mobilitätsdrehscheibe“ aufgebaut werden, die zu allen Tageszeiten optimale Anschlüsse zwischen den verschiedenen Linien garantiert. Zwei bis fünf Minuten Umsteigezeit tagsüber und ein zuverlässiger Anschlussknoten abends und an Sonntagen, wie er in vielen Städten schon existiert – das kann ohne großen Aufwand die Attraktivität des Würzburger ÖPNV erheblich steigern. „Juliuspromenade, Terminal Stadtmitte – Umsteigen in alle Richtungen“, diese Ansage könnte schon sehr bald für eine neue Qualität im Würzburger ÖPNV stehen…

Der ÖPNV soll unkompliziert nutzbar sein mit einem attraktiven Tarif nach dem Flatrate-Prinzip: unbegrenzter Zugang zum Pauschalpreis als Vorstufe zum „Bürgerticket“. Vorbild ist das Semesterticket, das in kürzester Zeit zum erfolgreichsten ÖPNV-Projekt aller Zeiten wurde.